Strukturwandel jetzt – Kein Nochten II
Betroffene und Unterstützer gegen den geplanten Tagebau Nochten II
  • Kein Nochten II

    Kein Nochten II

    Unserer Ansicht nach ist der Neuaufschluss von Kohle heutzutage nicht mehr notwendig. Die schon genehmigten Tagebaue in der Lausitzer Region liefern für die dortigen Kraftwerke noch Energie bis zum Jahre 2040 und darüber hinaus. Für die dreckigste Art der Energiegewinnung sollen sechs Dörfer und insgesamt 1700 Menschen umgesiedelt werden.

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    Die neue 'NOCHTEN heute'

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Das Bündnis stellt sich vor

Das Bündnis 'Strukturwandel Jetzt - Kein Nochten II' wurde am 08. März 2013 gegründet, um den geplanten Tagebau und die damit verbundene Umsiedlung von 1700 Menschen zu verhindern.

Kein Nochten II

Unserer Ansicht nach ist der Neuaufschluss von Kohle heutzutage nicht mehr notwendig. Die schon genehmigten Tagebaue in der Lausitzer Region liefern für die dortigen Kraftwerke noch Energie bis zum Jahre 2040 und darüber hinaus.

Für die dreckigste Art der Energiegewinnung sollten die Dörfer Rohne, Mulkwitz, Schleife Süd, Mühlrose, Klein-Trebendorf und Trebendorf-Hinterberg und insgesamt 1700 Menschen umgesiedelt werden. Ein großes Stück sorbischer Kultur wäre unwiederbringlich verloren gegangen. Die regionale Sprach-, Trachten-, Bau- und Handwerks-Tradition wäre dann wohl für immer verloren und kann auch nicht "sozialverträglich" an einem anderen Ort wiederhergestellt werden.

Im März 2017 allerdings verkündete der Kohlekonzern LEAG sein neues Revierkonzept, in welchem er auf die Inanspruchnahme des geplanten Tagebaus Nochten II und damit der bedrohten Ortschaften Schleife Süd, Rohne und Mulkwitz verzichtet. Weiterhin bleibt damit die Lebensqualität in Rohne und Mulkwitz gefährdet, da der Tagebau Nochten I stattdessen 200 Meter an die Ortschaften heranrückt. Das bedeutet, dass sich die Bewohner jahrelang auf hohe Staub- und Lärmbelastungen einstellen müssen.

Darüber hinaus soll aber Mühlrose, nun als „Sonderfeld Mühlrose“ bezeichnet, dem Bagger zum Opfer fallen.


Strukturwandel Jetzt

Die Lausitz gilt deutschlandweit als eine der strukturschwächsten Regionen und das, obwohl wir über dem bisher wichtigsten heimischen Rohstoff, der Kohle, leben. Wie kann es sein, dass die Region, in der die Kohle abgebaut wird, fast nichts davon hat? Wo fließen die Gewinne der Bergbautreibenden und der Staatsregierung denn hin?

Wir wollen für die Lausitz nicht nur das Ende der Zerstörung wertvoller Siedlungs-, Natur-, Landwirtschafts- und Tourismus-Flächen. Wir fordern von der Regierung und den Bergbau­treibendenInvestitionen in die Region, die auch nach der Kohle noch etwas wert sind. Der Erhalt der Lausitzer Kultur und Natur und die Stärkung der Infrastruktur stehen an erster Stelle, damit die Menschen weiterhin Arbeit finden, ihre Kinder großziehen und ihr Alter ohne Angst genießen können.


Der Bündniskonsens

Das Aktionsbündnis setzt sich zum Ziel, den geplanten Tagebau Nochten II zu verhindern und die von der Abbaggerung gefährdeten Ortschaften zu erhalten.

Nach Erreichen dieses Ziels setzen wir uns nun für die Verkleinerung des Abbaugebietes Nochten I ein und für den Erhalt des Ortes Mühlrose. Dieser ist durch das geplante Abbaugebiet „Sonderfeld Mühlrose“ bedroht.

Zur Erreichung unseres Ziels organisieren und unterstützen wir Informations­veranstaltungen in der Region und in den Städten, öffentlichkeits­wirksame Aktionen (z.B. Mahnwachen und Ostermärsche) und rechtliche Maßnahmen. Darüber hinaus informieren wir über unsere Arbeit mit einer Internetpräsenz und veröffentlichen ein regelmäßig erscheinendes Informationsblatt („NOCHTEN heute“) für die betroffene Region.

Es gibt keine definierte Mitgliedschaft mit Verpflichtungen, keinen Vorstand oder Beirat. Unterstützer des Bündnisses ist, wer mit Ideen, Tatkraft und/oder finanziellen Mitteln bei der Erreichung unseres Ziels mitwirkt.
Das Aktionsbündnis ist parteipolitisch neutral und überkonfessionell. Es grenzt sich gegen Nationalismus, Rassismus und Gewalt gegen Menschen ab.